Warum Sie die Planetary-Health-Diät unbedingt ausprobieren sollten

Juli Rutsch
Juli Rutsch

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Es ist Zeit, einen Blick auf eine Ernährungsweise zu werfen, die nicht nur uns gesund hält, sondern auch unseren Planeten: die Planetary-Health-Diät.

Mädchen Hände gestreckt rechts Apfel links Erdkugel
Die Planetary-Health-Diät berücksichtigt auch Fakten, die unseren Planeten betreffen. - Depositphotos

Die Planetary-Health-Diät ist eine Ernährungsmethode, die 2015 ins Leben gerufen wurde und den Fokus darauf legt, wie unsere Essgewohnheiten sowohl unser Wohlbefinden als auch das Überleben des Planeten beeinflussen können. Ein Team aus 37 führenden Wissenschaftlern aus 16 Ländern hat diese Methode entwickelt.

Sie repräsentieren verschiedene Disziplinen wie Landwirtschaft, Umwelt sowie öffentliche Gesundheit und haben Ziele festgelegt, welche sowohl eine nachhaltige Lebensmittelproduktion als auch gesunde Ernährung berücksichtigen.

Die Planetary-Health-Diät ist die erste, die nicht nur auf eine gesunde Ernährung wert legt, sondern auch auf den Erhalt des Planeten.
Die Planetary-Health-Diät ist die erste, die nicht nur auf eine gesunde Ernährung wert legt, sondern auch auf den Erhalt des Planeten. - Depositphotos

Aber was genau beinhaltet diese Diät?

Funktionsweise der Planetary-Health-Diät

Im Grunde genommen handelt es sich um eine Flexitarier-Diät mit folgenden Hauptmerkmalen: Im Mittelpunkt steht eine pflanzenbasierte Kost mit moderaten Mengen an Fisch, Fleisch und Milchprodukten.

Auch eine Variation im Gemüse- und Obstkonsum durch Förderung verschiedener Farben ist Teil der Ernährungsweise, ebenso wie eine Konzentration auf ungesättigte statt gesättigte Fette.

Auch die Beschränkung von raffinierten Getreideprodukten, stark verarbeiteten Lebensmitteln, zugesetztem Zucker und stärkehaltigem Gemüse gehört dazu – sowie eine optimale Kalorienzufuhr je nach Alter, Geschlecht und Aktivitätslevel.

Im Alltag umsetzen

Aber wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Die Planetary-Health-Diät legt eine Referenzdiät fest mit täglichen Mengen an Proteinen (aus Nüssen, Hülsenfrüchten etc.), Kohlenhydraten (Vollkornprodukten), Fetten (vor allem ungesättigten) sowie Obst und Gemüse.

Konkret bedeutet das: Sie könnten beispielsweise pro Woche einen Rindfleischburger und zwei Fischmahlzeiten geniessen. Der Rest Ihres Proteins könnte aus Bohnen, Hülsenfrüchten und Nüssen stammen.

Beweise für die Wirksamkeit der Planetary-Health-Diät?

Eine vorwiegend pflanzenbasierte Ernährung ist kein neuer Trend. Doch die Planetary-Health-Diät ist die erste Ernährungsweise, bei der Vorteile einer solchen Diät sowohl für die Umwelt als auch die eigene Gesundheit kombiniert werden.

Die Kommission behauptet sogar, dass potenziell jährlich 11 Millionen Todesfälle durch ernährungsbedingte Krankheiten vermieden werden könnten.

Nachteile

Trotz aller Vorteile gibt es auch Kritikpunkte an der Planetary-Health-Diät. Einige Branchenexperten behaupten, dass die Erkenntnisse auf veralteten Forschungen basieren.

Wer die Planetary-Health-Diät ausprobiert, sollte seinen Vitamin-B12-Spiegel im Blick haben und zur Not ergänzen.
Wer die Planetary-Health-Diät ausprobiert, sollte seinen Vitamin-B12-Spiegel im Blick haben und zur Not ergänzen. - Depositphotos

Andere kritisieren unrealistisch kleine Portionen tierischer Proteine und warnen vor Nährstoffmängeln.

Die Planetary-Health-Diät als Gewichtsverlust-Methode?

Eines sollte klar sein: Die Planetary-Health-Diät wurde nicht zur Gewichtsreduktion entwickelt. Das Hauptziel dieser Diät ist es, die Nachhaltigkeit des Planeten mit einer Ernährung zu vereinen, die unsere Gesundheit erhält und fördert.

Für wen ist die Planetary-Health-Diät geeignet?

Es gilt zu beachten, dass diese Diät für den durchschnittlich aktiven Erwachsenen konzipiert wurde und nicht unbedingt für alle Personen geeignet ist. Bei jeglicher Änderung Ihrer Ernährungsweise sollten Sie immer Ihren Arzt konsultieren.

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